Die Anforderungen an die Planung und Koordination von Bauprojekten verändern sich. Planungen werden komplexer, BIM-Modelle detaillierter und digitale Werkzeuge leistungsfähiger. Dennoch zeigt sich in vielen Projekten dieselbe Herausforderung: Die digitale Zusammenarbeit endet häufig dort, wo sie beginnen sollte.
Modelle werden geprüft, Kollisionen erkannt und Mängel dokumentiert – anschließend landen die Ergebnisse weit verstreut in Excel-Listen, PDF-Protokollen oder E-Mail-Ketten. Medienbrüche, doppelte Datenpflege und hoher Abstimmungsaufwand sind die Folge.
BUILD 365 setzt genau hier an und verbindet modellbasierte Zusammenarbeit mit Qualitätsmanagement in einem durchgängigen digitalen Workflow. Modelle, Dokumente, Pläne und Projektinformationen werden zentral verwaltet und über offene Standards miteinander verknüpft. So stehen allen Projektbeteiligten jederzeit konsistente und aktuelle Informationen zur Verfügung.
Projektstandards als Grundlage funktionierender BIM-Prozesse
In BIM-Projekten zeigt sich schnell, dass digitale Zusammenarbeit nur funktioniert, wenn alle Beteiligte nach denselben Regeln arbeiten. Denn: Ein BIM-Modell ist weit mehr als eine 3D-Datei. Hinter jedem Modell stehen Fachbereiche, Planungsstände, Teilmodelle, Phasen, Freigaben und definierte Projektstrukturen.
Unterschiedliche Benennungen, uneinheitliche Modellstände oder abweichende Datenstrukturen führen zu vermeidbaren Koordinationsaufwänden und Zeitverlusten. Genau deshalb sind verbindliche Projektstandards eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche BIM-Prozesse.
BUILD 365 unterstützt diese Standards von Beginn an. Planschlüssel und projektspezifische Schemata stellen sicher, dass Modelle korrekt strukturiert und eindeutig zugeordnet werden. Fachmodelle, Teilmodelle, Phasen, Revisionen und individuelle Benennungslogiken folgen jederzeit den definierten Projektvorgaben.
Die Prüfung dieser Standards erfolgt automatisch beim Hochladen der Daten. Fehlerhafte Modellstände oder uneinheitliche Dateistrukturen werden frühzeitig erkannt, bevor sie in den aktiven BIM-Prozess gelangen. So entsteht ein konsistenter Datenstand, ohne zusätzlichen Pflegeaufwand.
Gerade bei größeren Projekten schafft das einen klaren Vorteil. Je komplexer das Projekt, desto wichtiger werden nachvollziehbare Strukturen, konsistente Modellstände und reibungslose Abstimmungen. BUILD 365 ist damit mehr als eine Dateiablage: Die Plattform unterstützt aktiv die Einhaltung definierter Projektstandards und schafft die Grundlage für stabile digitale Prozesse.
Vom Prüfbericht zum durchgängigen Projektworkflow
Regelprüfungen, Kollisionskontrollen und Modellanalysen gehören heute zum Standard in BIM-Projekten. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch nach der Prüfung: Wie gelangen die Ergebnisse strukturiert ins Projekt und wie bleiben sie für alle Beteiligte nachvollziehbar?
BUILD 365 verbindet spezialisierte Prüfsoftware mit dem weiteren Projektworkflow. Über offene Standards wie BCF und die OpenCDE Documents API werden Prüfergebnisse strukturiert übernommen und ohne doppelte Datenpflege in die Projektumgebung integriert. So bleiben die Informationen im jeweiligen Projektkontext erhalten und können ohne Medienbruch weiterverarbeitet werden
Issues dort bearbeiten, wo sie entstehen
Mängel, Kollisionen und offene Punkte gehören in Bauprojekten zum Alltag. Entscheidend ist, dass sie früh erkannt, eindeutig zugeordnet und transparent nachverfolgt werden können.
BUILD 365 verortet Issues direkt am betroffenen Bauteil und bindet sie in den Projektkontext ein. Dadurch entsteht eine modellbasierte Struktur mit klaren Verantwortlichkeiten und vollständiger Nachvollziehbarkeit. Projektbeteiligte erkennen sofort, wo Handlungsbedarf besteht, und können Probleme bereits in der Planungsphase beheben – bevor sie auf die Baustelle gelangen.
TGA-Koordination auf einer gemeinsamen Datenbasis
Gerade in der Technischen Gebäudeausrüstung zeigt sich der Nutzen modellbasierter Zusammenarbeit. Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroplanung konkurrieren häufig um denselben Bauraum. Ohne frühzeitige Abstimmung werden Konflikte oft erst während der Ausführung sichtbar – mit erheblichen Folgen für Termine und Kosten.
Mit BUILD 365 lassen sich Fachmodelle im IFC-Format zentral bereitstellen und gemeinsam koordinieren. Leitungsführungen, Durchbruchsplanungen und technische Abstimmungen bleiben jederzeit transparent nachvollziehbar. Alle Gewerke arbeiten auf derselben Datenbasis, wodurch Nacharbeiten reduziert und die Planungsqualität nachhaltig verbessert werden.
Zusammenarbeit ohne Hürden
Die eigentliche Kollisionsprüfung erfolgt weiterhin in spezialisierten Anwendungen wie Solibri. BUILD 365 sorgt dafür, dass die daraus entstehenden Informationen für alle Projektbeteiligte zur Verfügung stehen.
Synchronisierte Issues können direkt in BUILD 365 eingesehen und bearbeitet werden. Über den integrierten BIM-Viewer lassen sich die zugehörigen Modelle ohne zusätzliche Spezialsoftware direkt im Browser betrachten.
Dadurch stehen qualitätsrelevante Informationen nicht nur den BIM-Koordinatoren, sondern auch Bauherren, Projektsteuerern, Planern und ausführenden Unternehmen transparent zur Verfügung. Das verbessert die Abstimmung, verkürzt Entscheidungswege und reduziert Missverständnisse – ohne zusätzliche Lizenzkosten.
Qualitätsmanagement und Projektkommunikation auf einer Plattform
Der entscheidende Vorteil entsteht im Zusammenspiel der zuvor beschriebenen Prozesse. Modellkoordination, Prüfergebnisse und Issues bleiben in BUILD 365 nicht voneinander getrennt, sondern werden innerhalb einer gemeinsamen Projektumgebung miteinander verknüpft.
Modelle, Dokumente, Pläne und Issues stehen im jeweiligen Projektkontext zur Verfügung und können direkt für die weitere Bearbeitung und Abstimmung genutzt werden. Änderungen, Bearbeitungsstände und Verantwortlichkeiten bleiben dabei nachvollziehbar.
So wird aus einzelnen BIM-Anwendungen ein durchgängiger Informationsfluss, der die modellbasierte Planung mit dem weiteren Projektalltag verbindet.
Fazit
Der Mehrwert von BIM liegt nicht allein im digitalen Gebäudemodell. Entscheidend ist, wie die darin enthaltenen Informationen im weiteren Projektverlauf genutzt werden.
BUILD 365 schafft dafür die Verbindung zwischen Modellkoordination, Qualitätsmanagement und der täglichen Projektarbeit. Prüfergebnisse, Issues und relevante Projektinformationen können durchgängig für die weitere Zusammenarbeit genutzt werden, ohne unnötige Systemwechsel.
Das verkürzt Abstimmungswege, reduziert manuelle Datenpflege und hilft dabei, Fehler frühzeitig zu erkennen und Informationen gezielt für Entscheidungen bereitzustellen. Denn erfolgreicher BIM-Einsatz bedeutet nicht nur bessere Modelle – sondern vor allem bessere Prozesse.
Unser Team steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Buchen Sie jetzt Ihren kostenlosen Beratungstermin und erleben Sie BUILD 365 in einer für Ihr Unternehmen personalisierten Demo.